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Claude Simon
"...der in seinen Romanen das Schaffen eines Dichters und Malers mit vertieftem Zeitbewusstsein in der Schilderung menschlicher Grundbedingungen vereint"
* 10. 10. 1913, Tananarive (Madagaskar)
Claude Simon wird am 10. Oktober 1913 in Tananarive auf der (damals französischen) Insel Madagaskar als Sohn eines dort stationierten Offiziers der Marineinfanterie geboren. 1914 kehrt die Familie nach Frankreich zurück, wo er nach dem Tod seines Vaters in Perpignan, der Heimatstadt seiner Mutter aufwächst. 1924 stirbt auch seine Mutter, und Claud Simon kommt auf ein Internat nach Paris. 1934 wird der junge Simon zum Militärdienst eingezogen, den er als Dragoner bei der Kavallerie leistet. 1937 begibt er sich auf eine Ausgedehnte Europareise, besucht unter anderen Italien, Polen, die Sowjetunion, Griechenland und die Türkei. In dieser Zeit unternimmt er auch die ersten literarischen Gehversuche, die er jedoch selbst als unbedeutend bezeichnet. 1939 wird er erneut zur Armee eingezogen und gerät in deutsche Kriegsgefangenschaft nach Mühlberg an der Elbe, aus der er jedoch schon bald bei einem Arbeitseinsatz fliehen kann. Nach dem Krieg lässt er sich in Südwestfrankreich nieder, wo er neben der Schriftstellerei auch als Winzer tätig ist. Seinen ersten Roman Le Tricheur (Der Betrüger) veröffentlicht Simon 1945. 1961 erhält er für La Route des Flandres den Preis der Zeitschrift L'Express, 1967 den Prix Médicis für Histoire. Die Verleihung des Nobelpreises an Claude Simon gilt in weiten Teilen der Fachwelt als äußerst umstritten.
Wichtige Werke
Le vent (Der Wind)
L’herbe (Das Gras)
La Route des Flandres (Die Straße in Flandern)
Le Palace (Der Palast)
Histoire (Geschichte)
La Bataille de Pharsale (Die Schlacht bei Pharsalos)
Les Corps conducteurs (Der Leitkörper)
Triptyque (Triptychon)
Leçon de choses (Anschauungsunterricht)
Les Géorgiques (Georgica)
L'Acacia (Die Akazie)
Le Jardin des Plantes (Jardin des Plantes)
Le Tramway (Die Trambahn)Weblinks