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Imre Kertész
"Für ein schriftstellerisches Werk, das die zerbrechliche Erfahrung des Einzelnen gegenüber der barbarischen Willkür der Geschichte behauptet"
* 9. 11. 1929, Budapest (Ungarn)
Imre Kertész wurde am 9. November 1929 in Budapest geboren. Wegen seiner jüdischen Abstammung wurde Kertész im Juli 1944 zunächst nach Auschwitz und später nach Buchenwald verschleppt von wo er im April 1945 befreit wurde.
Nach seinem Abitur 1948 fand Imre Kertész zunächst eine Anstellung als Journalist bei der Tageszeitung Világosság, die er jedoch 1951 wieder aufgeben musste, da diese zum Parteiorgan der Kommunisten erklärt wurde. Nach seinem Militärdienst (1951-1953) ließ sich Kertész erneut in Budapest nieder, wo er seit dem als freier Schriftsteller und Übersetzer arbeitet. Kertész übersetze unter anderen Werke von Nietzsche, Hofmannsthal, Schnitzler, Freud, Roth, Wittgenstein, und Canetti, welche allesamt sein eigenes Werk entscheidend prägten.
Im Zusammenhang mit dem (nicht ins Deutsche übersetzten) Theaterstück "Csacsifogat" sind gegen ihn schwere Plagiatsvorwürfe von dem Autoren und Dissidenten Pal Ban erhoben worden, die Kertész bis heute nicht befriedigend ausräumen konnte.
Am 3. Oktober 2003 hielt Imre Kertész die Festrede bei der zentralen Feier zum Tag der Deutschen Einheit in Magdeburg.
Neben dem Nobelpreis für Literatur wurden Imre Kertész noch zahlreiche weitere Auszeichnungen verliehen:
- 1995 Brandenburgischer Literaturpreis
- 1997 Buchpreis für Europäische Verständigung, Leipzig
- 1997 Friedrich-Gundolf Preis der Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt
- 1997 Jeanette-Schocken-Preis, Bremerhaven
- 2000 Orden Pour le mérite
- 2000 WELT-Literaturpreis
- 2000 Herder-Preis
- 2001 "Dichter zu Gast", Salzburg
- 2002 Ehrenpreis der Robert-Bosch-Stiftung
- 2002 Fellow am Wissenschaftskolleg Berlin
- 2002 Hans-Sahl-Preis, Berlin
- 2003 Großes Kreuz des Verdienstordens der Ungarischen Republik (der bürgerlichen Abteilung)
- 2004 Goethe-Medaille
Wichtige Werke
Sorstalanság (Roman eines Schicksallosen)
Kaddis a meg nem született gyermekért (Kaddisch für ein nicht geborenes Kind)
Gályanapló (Galeerentagebuch)
Jegyzokönyv (Eine Geschichte)
Valaki más: a változás krónikája (Ich, ein anderer)
Az angol lobogó (Die englische Flagge)
A gondolatnyi csend, amíg a kivégzoosztag újratölt (Eine Gedankenlänge Stille, während das Erschießungskommando neu lädt)
A kudarc (Fiasko)
Heureka. Rede zum Nobelpreis für LiteraturWeblinks